Steuerliche Behandlung

 

Steuerliche Behandlung der beruflichen Vorsorge

 

In der Schweiz sind Vorsorgeeinrichtungen soweit ihre Einkünfte und Vermögenswerte ausschliesslich der beruflichen Vorsorge dienen, von den direkten Steuern des Bundes und der Kantone befreit. Die von den Arbeitnehmern und Arbeitgebern für die berufliche Vorsorge geleisteten Jahresbeiträge sind ebenfalls nicht steuerpflichtig. Rückwirkende Einkäufe von versicherten Personen in zurückliegende Versicherungsjahre können in den meisten Fällen ebenfalls steuertechnisch abgesetzt werden. Die den versicherten Personen vom Lohn abgezogenen Beiträge sind im Lohnausweis enthalten. Einkaufsleistungen von Personen werden durch die Vorsorgeeinrichtungen bescheinigt.

Während der Kapitalbildung sind somit keine Steuern geschuldet. Die Besteuerung erfolgt erst beim Bezug von Leistungen aus der beruflichen Vorsorge (Renten, Kapitalauszahlungen, Bezug für Wohneigentum). Renten werden dabei als Einkommen versteuert. Die Besteuerung von Kapitalleistungen erfolgt getrennt vom übrigen Einkommen (meist zu einem Spezialsatz). Für Leistungsempfänger mit Wohnsitz im Ausland wird eine Quellensteuer erhoben. Die Quellensteuer wird durch die Vorsorgeeinrichtung abgerechnet. Die quellenbesteuerte Person kann, wenn deren Wohnsitzstaat mit der Schweiz ein Doppelbesteuerungsabkommen unterhält, die erhobene Quellensteuer allenfalls zurückfordern. Der Antrag auf Rückerstattung der Quellensteuer ist von der besteuerten Person direkt bei der entsprechenden Steuerbehörde einzureichen. Ein entsprechendes Formular wird durch die Vorsorgeeinrichtungen zur Verfügung gestellt.