Informationspflicht

Informationspflichten und Transparenz innerhalb der beruflichen Vorsorge

Die Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz haben bei der Regelung des Beitragssystems, der Finanzierung, der Kapitalanlagen und bei der Rechnungslegung den Grundsatz der Transparenz zu beachten. Damit soll sichergestellt werden, dass

  • die tatsächliche finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtung ersichtlich wird
  • die Sicherheit der Erfüllung der Vorsorgezwecke belegt werden kann
  • das paritätische Organ die Führungsaufgabe wahrnehmen kann
  • die Informationspflichten gegenüber den versicherten Personen erfüllt werden können
Die Vorsorgeeinrichtungen müssen in der Lage sein, Informationen über den Kapitalertrag, den versicherungstechnischen Risikoverlauf, die Verwaltungskosten, die Deckungskapitalberechnung, die Reservebildung sowie den Deckungsgrad abgeben zu können.

Jede versicherte Person in der beruflichen Vorsorge ist jährlich in geeigneter Form über folgende Angaben zu informieren:

  • die Leistungsansprüche im Alter, bei Tod und Invalidität
  • den koordinierten oder versicherten Lohn und den Beitragssatz
  • das vorhandene Altersguthaben (Sparkapital oder Deckungskapital)
  • die Organisation und die Finanzierung
  • die Mitglieder des paritätisch besetzten Organs (Stiftungsrat oder Vorsorgekommission)